Bildstock Ottobeuren / Deutschland

Das neue Europa-Denkmal in Ottobeuren

Im neuen Europa-Denkmal auf dem Weg zur Klosterpforte sind der bisherige ,,Europa-Stein » und die Elemente des Altares aus der Kapelle des Schwesternheimes Maria Stern eingearbeitet worden. Das Benediktus-Relief stammt von ,,La Route de l’Europe chretienne », einem in Frankreich beheimateten Verein, der die christlichen Wurzeln Europas wiederbeleben will. Die Steinmetzarbeiten sind von der hiesigen Steinmetzwerkstätte, die Maurerarbeiten von Mitgliedern des Bruder-Klaus-Kryptavereins ausgeführt worden.

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Mit dem bisherigen Gedenkstein aus dem Jahre 1980 sollte, 1500 Jahre nach der Geburt des heiligen Benedikt von Nursia, auf das segensreiche Wirken des Benediktinerordens und für Europa hingewiesen werden. Die Altarelemente erinnern an das segensreiche Wirken der Maria-Stern-
Schwestern über Generationen in Ottobeuren. lm Benediktus-Relief wird der Ordensgründer mit einem Buch dargestellt auf dem die Worte ,,ORA ET LABORA » stehen. In dieser Zusammenfassung der Ordensregel des hl. Benedikt verbinden sich Himmel und Erde. Auf der Rückseite
des Denkmales ist zu lesen: ,,Errichtet auf Initiative von Robert uncl Claudia Mestelan, den FuBpilgern von Vezelay bis Kiev, von Bangor bis Bobbio, von Gargano bis Mont-Saint-Michel, für ein neues Europa, das unter Führung des Evangeliums in die Zukunft schreitet »

Wie kam es zu dem neuen Denkmal?

Am Abend des 19. Mai 2004 kamen zwei Pilger an die Klosterpforte von Ottobeuren. Bereits am 8. April 2004 waren sie von der berühmten Wallfahrtskirche Vezelay (Hochburgund) aufgebrochen, um bis zum Fest des Erzengels Michael, am 29. September, zu FuB Kiew zu erreichen.
Über Teile Frankreichs kamen sie in die Schweiz, um auch Station an der Geburts- und Wirkungsstätte von Niklaus von Flüe zu machen. Aus dem Reisebericht von Robert Mestelan geht hervor, dass er sich intensiv mit dem Leben des groBen Friedensheiligen befasst hat. Auf diese Weise ist
er dort auf eine Broschüre gestossen in der ein Bericht über die Bruder-Klaus-Friedenskrypta in Ottobeuren enthalten ist. Über das Bodenseegebiet erreichten Robert und Claudia Mestelan am Vorabend zum Fest Christi Himmelfahrt Ottobeuren. Am darauffolgenden Tag trafen Robert und Claudia Mestelan mit Franz Fakler zusammen. Dieser denkwürdige Tag begründet eine Freundschaft, die Früchte tragen sollte.

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Am 28. Juni 2008 kamen Robert und Claudia Mestelan wieder nach Ottobeuren und berichteten im Pfarrheim St. Michael über ihren Pilgerweg zu Fuss von Vezelay bis Kiew. Hier wurde der Gedanke geboren, in Ottobeuren ein Zeichen zu setzen. Robert und Claudia Mestelan wollen nämlich in jedem Land, das sie durchpilgert haben, ein sichtbares Zeichen setzen. Für Deutschland haben sie Ottobeuren auserwählt. Hier treffen Benedikt, der Patron Europas, und Niklaus von Flüe, der Friedensheilige für die ganze Welt, zusammen.

Mit diesem Zeichen verbinden sich auch die Bemühungen Ottobeurens um ein Europa aus christlicher Verantwortung. Dazu sollten die Internationalen und Europäischen Begegnungen, aber auch
der Kulturaustausch über die,,grenzenlose » Sprache der Musik und Kunst in Ottobeuren dienen.

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Das neue Europa-Denkmal soll am 21. März 2010 seine kirchliche Weihe erhalten. Der 21. März ist der Geburtstag von Benedikt von Nursia und der Todestag von Niklaus von Flüe. Zur Einweihung des neuen Europa-Denkmales am Sonntag, den 21. März 2010, werden Robert und
Claudia Mestelan mit einer Pilgergruppe aus Frankrreich nach Ottobeuren kommen.

Franz Fakler, Bruder-Klaus-Kryptaverein Ottobeuren

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Abt Paulus Weigele OSB hat das neu errichtete Europa-Denkmal an der Klostermauer der Benediktinerabtei in Ottobeuren gesegnet. Als Zeitpunkt wurde der gemeinsame Gedenktag des heiligen Benedikt von Nursia, des Patrons Europas und des Friedensheiligen Niklaus von Flüe gewählt.

Die Lebensregel des Ordengründers « bete und arbeite », so Weigele, habe nicht nur Gültigkeit für die Benediktiner, sondern auch eine Kultur des Friedens über Europa gebracht.

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Der « Verein zur Förderung der Bruder-Klaus-Krypta in Ottobeuren hatte die Idee des französischen Ehepaars Robert und Claudia Mestelan aufgenommen, in Ottobeuren ein Zeichen « für ein neues Europa, das unter Führung des Evangeliums in die Zukunft schreitet, zu setzen ». Das Ehepaar hatte die Marktgemeinde mit ihrer fast 1250 Jahre währenden benediktinischen Tradition im Jahr 2004 auf einer Fuss-Pilgerreise von Frankreich in die Ukraine als einen Ort des « Zeichens für die Gemeinsamkeit der Christen » ausgewählt. Gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins « La Route de l’Europe chrétienne » – Strasse des christlichen Europas, waren die Mestelans jetzt auch bei der Segnung dabei. Im Gottesdienst verlasen sie Texte in französischer Sprache.

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Das Benediktus-Relief, das den Ordensgründer mit einem Buch darstellt, ist ein Beitrag aus Frankreich, gestiftet vom Verein « La Route de l’Europe chrétienne ». Die Arbeiten am Denkmal leisteten Mitglieder des Kryptavereins.

Der bisherige Europa-Stein stammt aus dem Benediktusjahr 1980. Der Altar-Tisch stand einmal in der Hauskapelle der Ottobeurer Maria-Stern-Schwestern und erinnert an ihr Wirken über viele Generationen hinweg.

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